Die Veröffentlichungen der DGPh

Die „Veröffentlichungen der DGPh“ (1955-1971) – Eine Skizze

Die Ergebnisse wichtiger Arbeiten werden der Allgemeinheit durch Broschüren und Bücher  bekanntgegeben...

DGPh 1968

 

Zu den Verpflichtungen gemeinnütziger Organisationen zählt es, dass sie sich in einem steten Rückblick der Sinnhaftigkeit ihres Tuns vergewissern und in einer Vorausschau zugleich auch zukünftige Aufgaben und Ziele formulieren. In Hinsicht auf die Legitimierungsbemühungen bildet die Deutsche Gesellschaft für Photographie, die im Jahr 2011 auf eine sechzigjährige Geschichte zurückblicken kann, sicher keine Ausnahme. Vielmehr lässt sich anhand der überlieferten Textdokumente, die im Archivkeller des Sekretariats in der Rheingasse in Köln die Jahrzehnte der Nachkriegszeit fast unbeschadet überdauert haben, ein beispielhaftes Bemühen dokumentieren, das gesellschaftliche Eigenprofil zu schärfen und nach innen und außen zu vermitteln. Insbesondere ihre Schriftenreihe, die 1955 initiiert wurde, mag aus heutiger Perspektive wie ein Spiegel wirken, in dem das spannungsreiche Selbstverständnis der DGPh ebenso offen zutage tritt wie die jeweiligen zeitspezifischen Auffassungen zur Photographie.

„optisch sichtbar und publizistisch produktiv…“

Im Geleitwort der ersten DGPh-Veröffentlichung, die im Dezember 1955 erschien und den Auftakt einer zwanglosen Folge der broschurartigen Schriftenreihe bilden sollte, kam Walter Schürmeyer (1889-1976), Gründungsmitglied und damaliger geschäftsführender Vorsitzender der Gesellschaft, auf die noch junge Geschichte der DGPh zu sprechen. Er konnte keineswegs nur auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken.[i] Zwar hatte die gemeinnützige DGPh nach ihrer Gründung im Frühjahr 1951 mehrere Ausstellungsprojekte realisieren können, darunter ein Substrat der Saarbrückener Schau 'subjektive fotografie' von Otto Steinert (1915-1978), das im Oktober des Jahres im Belgischen Haus am Neumarkt in Köln gezeigt wurde, sowie eine viel beachtete Übersichtsausstellung auf der photokina 1952 mit dem Titel Das europäische Bildnis. Zunehmende finanzielle Engpässe allerdings, die aus einem niedrigen Mitgliederbeitrag von 15 DM  resultierten und allein durch Spendenbeiträge der Photoindustrie aufgefangen werden konnten, führten gegen Mitte der 1950er Jahre zu einer zunehmenden Stagnation der Mitgliederaktivitäten. Mit der Entscheidung für Bundesinnenminister Gerhard Schröder (1910-1989), der nach dem Tod von Robert Görlinger (1888-1954) auf der Mitgliederversammlung, die im Jahre1954 auf der photokina stattfand, zum zweiten Präsidenten der DGPh gewählt wurde, war gleichsam der Wille verbunden, die DGPh auf eine deutlich breitere Basis zu stellen. Zu diesem Neuanfang sollte, wie Schürmeyer im Geleitwort des ersten Heftes ausdrücklich anmerkte, auch die neue Schriftenreihe zählen. „In mühevoller Kleinarbeit mussten manche Hindernisse aus dem Wege geräumt werden, bis das Fundament so gesichert war, dass die Deutsche Gesellschaft für Photographie, die trotz ihres bisher so stillen Wirkens bereits im In- und Auslande das Ansehen einer würdigen Repräsentation der deutschen photographischen Wissenschaft und Kunst genießt, optisch sichtbar und publizistisch produktiv in Erscheinung treten konnte.“[ii]

Der Entschluss, eine eigene Schriftenreihe zu initiieren, war umso bemerkenswerter, weil innerhalb der Satzung der DGPh vom 18. April 1951 nicht ausdrücklich publizistischen Aktivitäten vorgesehen waren. Unter § 4 hieß es lapidar, worin der Aufgabenbereich der DGPh zu bestehen habe. „1. Dem Vereinszweck dienen insbesondere folgende Veranstaltungen und Einrichtungen: Archiv. Fachbibliothek Herausgabe von Mitteilungen. Sammlungen und Vorträge.“[iii] Aus den Erfahrungen der Gründungsjahre blieb allerdings die Erkenntnis, dass ein publizistisches Wirken unumgänglich sei, wenn man eine erwünschte Außenwirkung der Gesellschaft erzielen wollte. „Mit dem Erscheinen des 1. Heftes dieser Schriftenreihe der seit fünf Jahren bestehenden Gesellschaft geht ein langjähriger Wunsch in Erfüllung“, hieß es in einer Pressemitteilung.[iv]

Wie aufwändig sich das publizistische Unterfangen bereits im Erstlingswerk gestaltete, offenbarte bereits ein Blick auf die aufgelisteten Förderinstitutionen. Nicht weniger als zwölf Firmen der Photoindustrie wurden auf der zweiten Seite als Unterstützer des Druckwerks gezeichnet. Mit dem doppelten Anspruch der Schriftenreihe, „optisch sichtbar und publizistisch produktiv“ hervorzutreten, war eine gezielte Distribution verbunden.[v] Weil der gemeinnützige Charakter der DGPh einen gewerblichen Vertrieb der Hefte untersagte, galt der Entschluss, die Hefte kostenlos den ordentlichen und fördernden Mitgliedern zuzustellen. „Auch für die öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken des In- und Auslandes sowie insbesondere für die Fachbibliotheken der Photographie und der literarischen Zentralen der photographischen Industrie werden genügend Exemplare zur Verfügung stehen“. Inhaltlich galt für die Veröffentlichungsreihe die Vorgabe, „Monographien mit einem thematisch streng abgegrenzten Inhalt“ zu erstellen. Exemplarisch widmete sich das 32-seitige Erstlingsheft den Verdiensten von Prof. Dr. Robert Luther (1868-1945), dem Gründungsdirektor des Wissenschaftlich-Photographischen Instituts an der TH Dresden. In fünf Textbeiträgen wurde das Lebenswerk des namhaften Chemikers, der später im Jahre 1966 durch die Stiftung eines nach ihm benannten DGPh-Preises noch eine besondere Ehrung erfahren sollte, von Wissenschaftskollegen gewürdigt. Schließlich flankierte die Schrift ein photographisches Bildnis von Luther, das Hugo Erfurth (1874-1948) um 1930 aufgenommen hatte.[vi]

Auf welchen tönernen Füßen die angekündigte Programmatik der Schriftenreihe stand, zeigte bereits das zweite Heft, das im März des Folgejahres publiziert wurde. Entgegen einer monografischen Thematik versammelte die Veröffentlichung dort aktuelle Beiträge zur Frage des Urheberschutzes für die Photographie, zu den Autoren der 36seitigen Broschur zählten u.a. die DGPh-Mitglieder Josef Adolf Schmoll, gen. Eisenwerth (*1915), Franz Roh (1890-1965) und Emil Joseph Klinsky (1889-1962). Der Anlass des Themenheftes war ein Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums zur Urheberrechtsreform, der dem Lichtbild eine Schutzfrist von lediglich 25 Jahren zubilligte. Dagegen galt es, „in Wort und Bild zu dieser Auffassung Stellung zu nehmen.“[vii] Zur Unterstreichung der künstlerisch schöpferischen Qualität der Photographie wurden daher Schwarzweißaufnahmen u.a. der DGPh-Mitglieder Peter Keetman (1916-2005), Liselotte Strelow (1908-1981), Regina Relang (1906-1989) und Toni Schneiders (1920-2006) integriert. Die Gestaltung des Heftes lag – wie im Folgeheft - in den Händen von Otto Steinert und Bernhard Apprederis. Drei Monate später erschien bereits die dritte Veröffentlichung, die sich den Gefahren für die Photowirtschaft durch radioaktiven Atomzerfall widmete. Es handelte sich hierbei um die Transkription eines Vortrags, den Wolfgang Eichler (1920-1998), Mitglied der Sektion Forschung, im November 1955 an der neu gegründeten Fachhochschule für Photographie in Köln gehalten hatte. Um die Aktualität zu betonen, wurden auch Diskussionsbeiträge im Anschluss an den Vortrag in das Druckwerk aufgenommen.

Mit der Stiftung des jährlich vergebenen Kulturpreises im Jahre 1958 eröffnete sich für die DGPh ein neues öffentlichkeitswirksames Tätigungsfeld, das sich über Jahrzehnte substantiell auch in Veröffentlichungen widerspiegelte. Den Auftakt bildete eine Veröffentlichung von Albert Renger-Patzsch (1897-1966), der bei der zweiten Vergabe des Kulturpreises im Jahre 1960, den er zusammen mit Fritz Brill (1904-1997) erhielt, in Form einer Dankesrede den Versuch einer Einordnung der Photographie unternahm. Der Programmatik seines Statements gemäß verzichtete das schmalbrüstige Druckwerk gänzlich auf Abbildungen des Fotografen. Im Einklang zur facettenreichen Struktur der DGPh, die sich in den verschiedenen Sektionen repräsentierte, nahm die Veröffentlichungsreihe in den folgenden Jahren eine große Bandbreite gegenüber den Fragestellungen zur Photographie wahr. Meistens bildeten hierbei die Laudationes zu den Preisverleihungen, aber auch Kongressbeiträge und Vorträge zu Jubiläen den passenden Anlass zur Drucklegung. So bezog sich etwa das nächste Heft, das von dem renommierten Physiker Walther Gerlach (1889-1979) verfasst wurde, auf den Themenkomplex Photographie und Wissenschaft (Nr. 5, Juni 1961), Helmut Arntz (1912-2007) schrieb Von der Macht und Dienstbarkeit des Lichtes (Heft 6, Mai 1964) und Fritz Kempe (1909-1988) diskutierte anlässlich der Kulturpreisverleihung über Das Menschenbild in der Photographie (Heft 7, April 1965). Im Jahr 1967 nutzte man schließlich das unstete Periodikum zu einer Dokumentation mit dem Titel Photographie und Fernsehen (Heft 8, August 1967)  die aus einer Arbeitstagung hervorging, welche die Sektion Bild im Juni des Jahres abgehalten hatte. Bernd Lohse (1911-1995), dem die undankbare Aufgabe der Protokollierung oblag, bekannte sich am Ende des Druckwerks freimütig, dass das Unterfangen für ihn einen „Horror“ bedeutet habe. Aus heutiger Sicht lässt sich hingegen attestieren, wie sorgsam gerade die kontrovers geführten Diskussionsforen festgehalten werden konnten. Als Schriftdokumente und Quellensammlung, die über die kontroversen Themen und Fragestellungen zur Photographie ihrer Zeit Aufschluss geben, sind die schmalen DGPh-Broschüren der ersten Jahrzehnte auch im Rückblick überaus aufschlussreich.

Wo beginnt das Illegitime?

Ein weiterer Versuch in dem Bestreben, der Schriftenreihe der DGPh nach innen und außen buchstäblich ein neues Gesicht zu verleihen, erfolgte im Jahr 1965. Den Auftakt bildete ein Festvortrag von Walter Boje (1905-1992), der über ethische Fragestellungen zur Gegenwartsphotographie diskutierte. Sein Beitrag, der überschrieben war mit der Frage Wo beginnt das Illegitime? Gedanken zur Spannweite der Photographie (Heft 9, 1965), war im Rahmen eines Festvortrags für die Kulturpreisverleihung 1965 an Heinz Hajek-Halke (1898-1983) und Felix H. Man (1893-1985) entstanden. Während das Redemanuskript die damals aktuellen bildschöpferischen Beiträge experimenteller Photographie anhand von einzelnen Bildbefragungen erörterte, erfolgte auch die formale Gestaltung des Druckwerks nach deutlich zeitgerechteren Kriterien. Erstmals bildete etwa das Frontmotiv der Reihe ein schwarzes Quadrat, in dem in der oberen rechten Ecke der eigentliche Titel platziert war.[viii] Die betont grafische Gestaltungsweise, die in den Händen von Willy Fleckhaus (1925-1983) lag, wurde mit virtuoser Delikatesse auch im Innenteil fortgeführt. Auf einer Doppelseite waren etwa photokünstlerische Schwarzweiß- und Farbaufnahmen in Vignettengröße zu einer neuen optischen Gesamtheit collagiert worden. Nach Auffassung des renommierten Gestalters handelte es sich hierbei um die anspruchvollste Form der Seitengestaltung. Fleckhaus, der bereits für die photokina-Kataloge das Quadratformat verwendet hatte, wies 1969 in einem Interview auf die hohen Anforderungen dieser Layoutform hin. „Allerdings lassen sich nicht irgendwelche Fotos nebeneinanderbringen. Drei Fotos miteinander zu kombinieren, halte ich schon für sehr schwierig. Bei vier oder fünf wird es fast unmöglich, weil zu viele Elemente in den einzelnen Bildern, die nicht mehr zusammengehen… Jedes Bild existiert zwar für sich, jedes Bild ist für sich leicht lesbar, aber beide zusammen ergeben ein drittes Bild.“[ix] Diesen jungen gestalterischen Prinzipien folgte auch das Folgewerk Über das Schöpferische in der Photographie (Heft 10, 1966), bei dem es sich um einen Festvortrag von L. Fritz Gruber (1908-2005) anlässlich der Kulturpreisverleihung an Man Ray (1890-1976) handelte. Formal-assoziative Aspekte waren in Einklang zum abgedruckten Redebeitrag einmal mehr ausschlaggebend. „Jedes dieser Bilder, heute aufgenommen, wird schon morgen zum Zeugnis von gestern. In die Zukunft können wir ebenso wenig  photographieren wie in die Vergangenheit. Das Heute erfüllt, ist allerdings Aufgabe und Lösung genug.“[x]

 Mit jenem neuen Elan des 1968er Zeitgeistes ausgestattet, ließ sich dann trefflich resümieren Vom Sinn und Nutzen der Deutschen Gesellschaft für Photographie, so der Titel der elften Veröffentlichung. Nicht ohne Stolz listete die 44-seitige Broschüre die bisherigen Veröffentlichungen der DGPh auf, um deren Nutzen zu dokumentieren. „Die Ergebnisse wichtiger Arbeiten werden der Allgemeinheit durch Broschüren und Bücher bekanntgegeben. Die Themen der bisherigen Veröffentlichungen bringen einen eindeutigen Beweis für diese sinnvolle Arbeit der Gesellschaft“[xi], hieß es dort programmatisch. Als ein probates Mittel zur Kommunikation wurden auch die Folgehefte eingesetzt. 1969 informierte beispielsweise Gottfried Jäger (*1937) über die Ausbildungswege zur Fotografie (Heft 12), während Bernd Lohse die kontroverse Frage Live-Photographie – eine neumodische Erfindung? aufgriff (Heft 13). Einen betont weiten Fokus auf die Photographie eröffnete auch Hellmut Frieser (1901-1988), der 1969 mit dem Kulturpreis der DGPh ausgezeichnet werden sollte. Sein Beitrag widmete sich den Grenzen und Möglichkeiten der Photographie unter den neuesten technischen Gesichtspunkten  (Heft 14, 1967).  Schließlich gelangte L. Fritz Gruber in einer Ansprache, die er anlässlich der Überreichung des Kulturpreises 1970 hielt, zu einer gesellschaftspolitischen Einordnung des Bildmediums. Sein Redemanuskript Politiker, Photographen und die Pop-Generation (Heft 15, 1971) eröffnet eine Perspektive auf die humanitären Bemühungen in Zeiten des Vietnamkrieges, die Photographie gezielt als ein kulturelles Instrument zur Völkerverständigung einzusetzen. Sie bildet zugleich den Endpunkt in der Reihe der „Veröffentlichungen“.[xii]

 frame

Aus heutiger Sicht mag man der Reihe der Veröffentlichungen der DGPh sicher eine gewisse Zeitzeugenschaft attestieren in dem Sinne, virulenten Themenbereichen der Photographie ein eigenes Forum zu bieten. Dem konzeptionellen Grundgedanken, der Photographie – in Entsprechung zu den Sektionsaufteilungen - einen möglichst breiten Bezugsrahmen zu gewähren, wie dies in dem minimalisierten Covermotiv bildhaft geradezu idealtypisch zum Ausdruck kam, fühlte sich die Gesellschaft auch in späteren Zeiten verpflichtet. Hinzuweisen sei etwa auf die Schriftenreihe der DGPh, die Publikationen über den Otto-Steinert-Preis und die fünfteilige Veröffentlichung anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Photographie“ im Jahre 1989. Auch nach der Jahrtausendwende blieben für die DGPh Veröffentlichungen mit aktuellen Bezügen ein Kommunikationsfaktor. Letztes Jahr wurde etwa mit der auf 300 Exemplaren limitierten Broschüre The Camera of the Future, die im Rahmen der Kulturpreisvergabe an Steven J. Sasson (*1950), dem Erfinder der ersten digitalen Kamera, realisiert werden konnte, bewusst an die Broschurreihe der DGPh-Veröffentlichungen der 1950 bis 1970er Jahre angeschlossen. Nicht zuletzt nimmt auch das Jahrbuch frame konzeptionell wie bildhaft buchstäblich das Rahmenformat der Veröffentlichungen auf. Es bündelt verschiedene interne und externe Beiträge zur Photographie ebenso wie Laudationes und vertiefende Texte zu den Preisträgern des Kultur- und des Dr.-Erich-Salomon-Preises. Zugleich wird frame stets einen inhaltlichen Schwerpunkt formulieren. Der Umschlag rezitiert weiterhin das fleckhaussche Quadrat. Der (Bezugs-)Rahmen bleibt also gleich. Gewiss ist aber auch, dass die Bilder darin sich wohl immer wieder ändern werden.

Christoph Schaden, 2010

 

[i] Zur Problematik der Frühzeit der DGPh siehe ausführlich Ludger Derenthal, Bilder der Trümmer- und Aufbaujahre. Fotografie im sich teilenden Deutschland, Marburg 1999, S. 126-131.

[ii] Walter Schürmeyer, Zum Geleit, in: Prof. Dr. Robert Luther zum Gedenken, Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Photographie e.V., H. 1, Dez. 1955, S. 3.

[iii] Satzung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh), 18.4.1951, o.S.

[iv] Anonym [„m“], Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Photographie, in: Physikalische Blätter, H. 4, 1956, S. 183.

[v] Die Schriftenreihe verstand sich ausdrücklich nicht in Konkurrenz zu bereits bestehenden Photozeitschriften.

[vi] Es handelt sich hierbei um den Ausschnitt eines Portraits aus dem Jahr 1930. Bodo von Dewitz/Karin Schuller-Procopovici (Hrsg.), Hugo Erfurth. Photographie zwischen Tradition und Moderne, Köln 1992, S. 379.

[vii] Beiträge zur Frage des Urheberrechtsschutzes für die Photographie, Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Photographie, H. 2, März 1956, S. 3.

[viii] „Dem Motiv des Quadrats blieb er [Willy Fleckhaus, Anm. des Autors] in den folgenden Jahren in Abwandlungen treu. Die Reihe Im Dialog. Neues deutsches Theater war mit farblichen Absetzungen auf quadratischer Fläche geschmückt, was sicherlich auch auf seine Bewunderung der Malerei von Max Bill und Josef Albers’ Bildserie „Hommage to the Square“ zurückging, deren grafische Abwandlungen Fleckhaus als Schmuckelemente auf einigen weiteren Umschlägen verwandte.“ Michael Koetzle/Carsten M. Wolff, Fleckhaus. Deutschlands erster Art Director, München/Berlin 1997, S. 168. 1966 nutzte der renommierte Gestalter das schwarze Quadrat etwa für die Umschlaggestaltung des Suhrkamptitels No Mans’s Land von Louis Calaferte. Ebenda, S. 171.

[ix] Über den Umgang mit Fotografen und Fotografien. Ein Gespräch mit Willy Fleckhaus, in: Format, 1, 1969, zitiert nach: Koetzle/Wolff 1997 [Anm. 8], S. 274.

[x] L. Fritz Gruber, Über das Schöpferische in der Photographie, 10. Veröffentlichung der DGPh e.V., 1966, S. 20.

[xi] Anonym, Die Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft für Photographie, in: Vom Sinn und Nutzen der Gesellschaft für Photographie, 11. Veröffentlichung der DGPh e.V., 1968, S. 3.

[xii] Zu Beginn der 1980er Jahre erfolgte ein Versuch, die Reihe der Veröffentlichungen wiederzubeleben. Unter dem Titel Silberphotographie und nichtkonventionelle Verfahren – Partner oder Konkurrenz? erschien im Januar 1982 ein Tagungsband der DGPh, der über einen Kongress des Vorjahres informierte. Dieser wurde als „16.Veröffentlichung der DGPh“ deklariert.  

Text erschienen in:

Frame 3

Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Photographie

Göttingen 2010, S. 83-92

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